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| Auslieferung und erhebliche Probleme im
Betriebsdienst:
99 771 wurde am 9.Juli 1952 fertiggestellt und war gleichzeitig die 1000. nach dem Krieg gebaute Lok der Babelsberger. Am 19.August 1952 erfolgte die Probefahrt zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf. 99 772 hatte die Ehre, auf der Leipziger Herbstmesse vom 7. bis 17. September den Lokomotivbau "Karl Marx" Babelsberg zu vertreten. 1952 wurden noch 99 773 und 99 774 ausgeliefert. 99 775 bis 99 784 wurden im Jahr 1953 ausgeliefert. 99 771 und 99 773 bis 99 776 gelangten für kurze Zeit nach Freital-Hainsberg, wurden aber bereits bis Mitte des Jahres 1953 nach
Am 20. August 1952
wurde die erste Lokomotive dem
Betriebsdienst übergeben. Vom Lok- und Werkstättenpersonal
wurde
die gute Zugänglichkeit des Triebwerks und die besseren Tragfedern
gegenüber den Einheitsloks gelobt. Auch die gute
Verdampfungswilligkeit
des Kessel konnte überzeugen. Durch die wesentlich
größere
Rostfläche und das zu Gunsten der Strahlungsheizfläche
verbesserte
Heizflächenverhältnis konnte selbst bei schlechter Braunkohle
und mangelhafter Feuerführung immer genügend Dampf erzeugt
werden.
Allerdings ließ die Fertigungsqualität an einigen Baugruppen
stark zu wünschen übrig. So traten schon bei Probefahrten
Undichtigkeiten
in Masse auf, Schweißnähte waren mangelhaft und die
Bremsanlage
zeigte Fehlfunktionen wie Überdruck im Arbeitsbehälter oder
Aussetzen
der Luftpumpe. 99 793 überstand ihre Probefahrt am 31.1.1957
nicht,
nach 6,4 km endete die Fahrt mit einem gebrochenen Kreuzkopfbolzen.
Doch
auch die Kessel zeigten bald erste Ermüdungserscheinungen. Bereits
im August 1952 traten bei 99 773 Steganrisse in der
Feuerbüchsrohrwand
auf. Bei mehreren Loks mußte aus demselben Grund die Rohrwand
nach
kurzer Einsatzzeit getauscht werden. Die ursprünglich 22 mm
starken
Deckenstehbolzen mußten nach häufig auftretenden Rissen
durch
18 mm starke Stahlstehbolzen ersetzt werden. Bei mehreren Lokomotiven
kam
es zu betriebsgefährdenden Rissen am Stehkessel, wo der
Steuerbockuntersatz
angeschweißt war. Auch die Schlingerstücke am Bodenring
waren
nicht sorgfältig angeschweißt und bedingten bei ihrem
Abbrechen
immer einen Raw-Aufenthalt, da der Kessel vom Rahmen abgehoben werden
mußte.
Später wurden auch die 16 mm Stehbolzen an den
Stehkesselseitenwänden
durch solche mit 18 mm Durchmesser getauscht, so daß bis Mitte
1955
die Kessel langsam betriebssicher wurden. Zu diesem Zeitpunkt traten
die
ersten Probleme mit den Blechrahmen auf. Vor allem zu kleine
Übergangsradien
und die zu schwach verstärkten Achslagerausschnitte führten
zu
häufiger Rißbildung. Auch der Durchbruch zur
Aschkastenverriegelung
erwieß sich als Schwachstelle. Außerdem waren mangelhaft
ausgeführte
Schweißnähte Ausgangspunkt von Rissen. Über der dritten
und vierten Kuppelachse auf der linken Lokseite wurden als erste
Maßnahme
bei allen Lokomotiven Verstärkungslaschen aufgeschweißt. Die
Rahmenverbindung zwischen den Zylindern erwieß sich als zu
schwach,
es traten Schweißnahtrisse und Brüche auf. Die Verbindung
wurde
daraufhin bei vielen Lokomotiven verstärkt. Außerdem nahmen
die Bahnbetriebswerke selbst Verstärkungen an besonders
rißgefährdeten
Stellen durch Aufschweißen von Laschen vor. Die
Achslagerausschnitte
waren aus dem Rahmen ausgebrannt worden und ohne ordentliche Nacharbeit
(Glätten) wurden sofort die Achslagerführungen
eingeschweißt,
so daß häufig Risse von den Stoßfugen der
Führungen
ausgingen.
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Auf der Fichtelbergbahn
baute man bis 1957 einen
Planbestand von acht Neubauloks auf, mit dem man die anfallenden
Beförderungsleistungen
problemlos abwickeln konnte. Nach dem Eintreffen von 99 788 bis 99 790
im Februar und März 1957 gelangte 99 772 zur Zwischenausbesserung
ins Raw Görlitz und anschließend als Leihlok zum
Mansfeld-Kombinat.
Einen zehntägigen Kurzeinsatz absolvierte die Thumer 99 784 im
August
1957 vor einer L0 im Raw Karl-Marx-Stadt. Danach kam sie als Lokhilfe
zum Mansfeld-Kombinat.
Durch die Abgabe der 99 780 am 8.Oktober 1957 nach Thum verringerte
sich
der Bestand auf sieben Maschinen. Doch schon Ende März 1958
benötigte
man besonders viele Maschinen, es kamen aus Thum 99 779 und 99 793
sowie
aus Zittau 99 759 für ca. zwei Wochen nach Oberwiesenthal. Nach
ihrer
Rückkehr aus dem Mansfelder Land gelangte 99 772 für vier
Monate
ins Erzgebirge, bevor sie am 24.Juni 1959 ins thüringische
Trusetal
gebracht wurde. In den folgenden Jahren herrschte ständig Bewegung
in den Lokbeständen der Bw Thum und Annaberg-Buchholz. Vom
23.März
bis 24.April 1959 weilte die Thumer 99 793 in Oberwiesenthal. Die
Oberwiesenthaler
"Stammlok" 99 774 kam am 15.April 1959 ins Raw Görlitz und danach
zum Bw Thum. Erst am 14.Juni 1960 kehrte sie nun inzwischen aus
Mansfeld
wieder zur Fichtelbergbahn zurück. Auch in den sechziger Jahren
war
man fröhlich am Tauschen, so verließ 99 773 am 30.Juni 1960
Oberwiesenthal über das Raw Görlitz in Richtung Thum.
Dafür
erhielt man im März 1961 99 781, mußte aber am 31.Oktober
1961
99 771 nach Thum abfahren. Nun kam für einige Jahre Ruhe in den
Bestand
welcher
aus den sechs Neubaulokomotiven 99 774, 99 775, 99 781, 99 788, 99 789
und 99 790 bestand. Erst mit der Bildung des Groß-Bw Aue und
seinen
Einsatzstellen Thum und Oberwiesenthal setzte das Tauschen erneut ein,
da dies innerhalb einer Dienstelle problemlos möglich war. 99 775
mußte man vermutlich im März 1969 als erste VII K nach
Radebeul
Ost abgegeben. 99 780 erhielt man dafür am 21.Dezember 1968 von
Thum.
Bereits im Februar 1968 war 99 782 aus Thum gekommen, sie blieb bis
1984
auf der Fichtelbergbahn. 99 789 und 99 790 gingen im Dezember
beziehungsweise
April 1968 nach Thum, 99 790 erhielt man aber am 3.Oktober 1970 wieder
zurück und setzte sie bis 31.Oktober 1976 ein. 99 774
verließ
ihre Heimatdienstelle am 1.April 1970 in Richtung Thum, dafür
erhielt
man am 18.Juni die 99 773, so daß man am 1.Juli 1970 in
Oberwiesenthal
99 773, 99 780, 99 781, 99 782 und 99 788 auf EDV-Nummern umzeichnen
konnte.
Durch dieses hin- und herschieben von Lokomotiven kann Oberwiesenthal
als
einzige sächsische Dienstelle von sich behaupten, alle Lokomotiven
der Baureihe 99.77-79 beheimatet zu haben. Thumer Netz:
Radebeul Ost - Radeburg:
Wernshausen - Trusetal: Die Schmalspurbahn zwischen Wernshausen und Herges-Vogtei (ab 1950 Trusetal) in Thüringen hatte nach dem Krieg dieselben Probleme bei der Bewältigung des angestiegenen Beförderungsaufkommen wie die sächsischen Strecken. Ursprünglich sollte dieses Problem nach Beschaffung der Neubaulok durch leichtere Maschinen aus Sachsen behoben werden, doch gelangte nur die 1934 in der Sowjetunion gebaute 99 4052 aus Wilischthal ins Trusetal. Sie konnte aufgrund ihrer geringen Reibungsmasse nicht überzeugen. Am 4.Januar 1955 erfolgte schließlich die erste Probefahrt mit 99 786. Da die Züge mit Druckluftbremse ausgerüstet waren erhielt die Lok die Druckluftbremse Bauart "Berliner Bremsenwerk" mit Zusatzbremse. Bereits im Mai 1955 erzielte sie mit 5082 km auf der nur neun Kilometer langen Strecke eine beachtliche Laufleistung. Dies änderte sich mit der Stationierung einer zweiten Neubaulok, 99 794 absolvierte ihre Probefahrt am 24.Oktober 1956. Im August 1959 mußte 99 786 aufgrund größerer Schäden zu einer außerplanmäßigen L0 ins Raw Görlitz. Deshalb erhielt man aus Oberwiesenthal 99 772 welche im Bw Erfurt G auf Druckluftbremse umgebaut wurde. Nach der Rückkehr von 99 786 am 11.Dezember 1959 behielt man die drei Neubauloks und konnte 99 4531 abstellen, sowie 99 4532 nach Rügen abgeben, von wo sie kurze Zeit später nach Zittau gelangte. 99 786 verließ am 29.Dezember 1968 die Strecke in Richtung Raw Görlitz. Ihr folgte am 2.Februar 1969 die 99 794 und nach dem Streckenrückbau auch 99 772 am 18.Mai 1969.
Freital-Hainsberg - Kurort Kipsdorf: In Freital-Hainsberg
fanden die Probefahrten sämtlicher
Lokomotiven des ersten Baulos statt und so war es angesichts der vielen
Probleme nicht verwunderlich, wenn man vorerst die neuen Maschinen gar
nicht haben wollte. 99 771 und 99 773 bis 99 776 wurden jeweils
für
einige Wochen in Hainsberg stationiert, dann jedoch nach Oberwiesenthal
und Thum abgegeben. Die oben bereits erwähnten Thumer 99 783 und
99
784 waren schließlich am 3. bzw. 10. Oktober 1963 die ersten
Neubauloks
welche für längere Zeit in Freital-Hainsberg stationiert
werden
sollten. Nun besaß man mit 11 Einheits- und 2 Neubauloks einen
Überbestand,
so daß man bis 1968 vier Einheitsloks abstellen konnte. Da die
Reko-VI
K des Bw Wilsdruff anfangs nicht wie erwartet gut liefen sondern einige
Kinderkrankheiten zu beseitigen waren, erhielt das Bw Wilsdruff aus
Thum
die 99 779 (28.Juni 1966) und 99 778 (26.Oktober1966). Da die
Güterzüge
noch heberleingebremst waren mußten die Lokomotiven 99 778, 99
783
und 99 784 mit Seilrollen und Haspel ausgerüstet werden.
Allerdings
kamen im Jahr 1967 nur 99 783 und 99 784 zwischen Freital-Potschappel
und
Wilsdruff zum Einsatz. Im April 1967 fanden außerdem
Versuchsfahrten
mit 99 784 zwischen Freital-Potschappel und Wilsdruff durch.
Dabei
wurden die Blattfedern der ersten Ausgleichsgruppe verändert, da
es
bei schlechter Gleislage zu völliger Entlastung der Achsen kommen
konnte und somit dem Aufsteigen des Radsatzes und der Entgleisung
nichts
mehr im Wege stand. Die Versuche verliefen erfolgreich und die
gewonnenen
Erkenntnisse konnten auch auf die Reko-VI K übertragen werden,
wodurch
diese Baureihe voll einsatzfähig wurde. Damit ging auch der
Einsatz
Hainsberger Neubauloks auf der Wilsdruffer Strecke zu Ende. Am 17. Juni
1967 erhielt man aus Thum 99 793 und konnte nun die Einheitslok 99 739
abstellen, doch bereits im Juli 1967 verließ 99 778 Hainsberg in
Richtung Oberwiesenthal. Am 25. September folgte auch noch 99 779
welche
nach einer HU im Raw Görlitz zurück nach Thum gelangte. Wie
oben
bereits genannt erhielt man nach Stillegung der Trusetalbahn 99 772, 99
786 und 99 794, doch mußten 99 772 und 99 786 bereits nach
wenigen
Wochen nach Radebeul-Ost abgegeben werden. Ihnen folgte im Juni 1969
noch
99 793 und zum Jahreswechsel 1969/70 die 99 783. Damit besaß man
mit 99 784 und 99 794 nur noch zwei Neubauloks. Am 5. August 1970
verlor
man auch noch 99 784 an Radebeul.
Werkloks des Mansfeld-Kombinats und Leihloks der DR: Als der vorhandene Lokpark der Mansfelder Bergwerksbahn Anfang der fünfziger Jahre mit den gestellten Anforderungen überfordert war, bekam man aus der Lieferung der BR 99.77-79 für die Deutsche Reichsbahn die Fabriknummern 32020 und 32021 zugeteilt. Sie erhielten die Nummern 12 und 13 sowie die Namen "Patriot" und "Pionier". Die Loks wurden ab Werk mit Knorr-Einheitsbremse mit Zusatzbremse ausgerüstet. Als Kupplungsbauart kam die auf der bergwerksbahn übliche Balancierkupplung zum Einbau. Zur Beförderung von Rollwagen wurde unter Balancier-Kupplung noch eine Art Trichterkupplung angebracht. Zu diesem Zweck musste auch der Rahmen auf beiden Seiten um je 500 mm verlängert werden. Für die Eigenversorgung wurde eine 24 V / 0,5 kW Lichtmaschine hinter dem Schornstein angebaut. Lok Nr. 13 wurde in Helbra stationiert und für den Rollwagenverkehr im Spurwechselbahnhof Eisleben sowie dem Übergabeverkehr von August-Bebel- und Karl-Liebknecht-Hütte eingesetzt. Lok Nr. 13 fand ihr Zuhause in Klostermannsfeld und war für den Erzverkehr zwischen den Schachtanlagen und oben genannten Hütten zuständig. Da unter der starken Belastung auch im Mansfelder Land die Rahmenschäden gehäuft auftraten wollte man sogar die Neukonstruktion des Rahmen bewirken, doch war die Deutsche Reichsbahn nicht Willens, die Hälfte der Konstruktionskosten zu übernehmen, obwohl sie die 12 fache Anzahl an Maschinen besaß. Bereits am 7.Mai 1957 kam mit 99 772 die erste Reichsbahn-Neubaulok leihweise auf die Werkbahn. Sie fuhr bis November 1958. Die Thumer 99 774 kam am 22.November 1959, blieb aber nur bis zum 31. März 1960. Bereits seit dem 19.Oktober 1958 absolvierte die Oberwiesenthaler 99 784 ihren Hilfseinsatz, der noch bis zum 3.März 1961 dauern sollte. Allerdings befand sie sich von Juli 1959 bis Juni 1960 in Reparatur, zuerst in der Werkstatt Klostermannsfeld, dann im Bw Neuruppin. Auch die Thumer 99 778 durfte sich zwischen dem 15.April 1961 und dem 22.Juni 1962 vor schweren Erzzügen beweisen. Alle Lokomotiven erhielten nach dem Werkbahneinsatz eine Untersuchung im Raw Görlitz. |
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Cranzahl - Kurort Oberwiesenthal: In Oberwiesenthal erhielt man 99 774 am 15.Dezember 1970 für rund 8 Monate aus Schönfeld-Wiesa und mußte sie am 1.September 1971 wieder dorthin abgeben. Dies war ihr letzter Einsatz auf der Fichtelbergbahn vor der Ausmusterung. Am 27.Januar 1972 gelangte 99 772 aus Schönfeld-Wiesa nach Oberwiesenthal, doch mußte man am 1. Juli desselben Jahres 99 780 dorthin abgeben. 99 791 kam drei Monate später (28.September 1972) über das Raw Görlitz aus Thum, um diese Lücke zu schließen. Auch das Jahr 1973 verlief nicht ohne Bestandsverschiebungen, 99 773 mußte am 15. April ins Raw Görlitz und danach zum Bw Nossen (seit 1.Januar 1973 für Hainsberg und Radebeul zuständig), ihr folgte am 20. Mai 99 781. Am 15. Juli kam die Schönfelder Reservelok 99 780 wieder in ihre Heimat zurück, doch sie blieb nur bis zum 31. Mai des nächsten Jahres um über das Raw Görlitz nach Thum abgegeben zu werden. Dafür kam von dort 99 785 auf die Fichtelbergbahn. Im November 1974 tauschte man 99 788 gegen 99 775 aus Radebeul. Aufgrund der Einstellung des Reiseverkehrs zwischen Thum und Meinersdorf am 28. September 1974 wurden dort weitere Maschinen überflüssig und so gelangten 99 779 am 17.März 1975, 99 777 am 9.Mai 1975 und 99 771 am 22.Dezember 1975 nach Oberwiesenthal. In späteren Jahren wurden immer wieder Lokomotiven mit der Est. Schönfeld-Wiesa getauscht. Am 1. Januar 1976 waren in Oberwiesenthal 99 771, 99 777, 99 779, 99 782, 99 785, 99 790 und 99 791 beheimatet. Im Laufe des Jahres kamen 99 775 (am 2.August) aus Schönfeld, sie war seit 16. September 1975 dort im Einsatz, sowie 99 778 am 26.November aus dem Raw Görlitz. Kurzeitige Einsätze über den Jahreswechsel 1977/78 absolvierten die 99 780 aus Schönfeld-Wiesa und 99 788 aus Hainsberg. 1979 tauschte man 99 778 (am 28.August nach Schönfeld-Wiesa) gegen 99 785. 99 782 folgte der 99 778 genau ein Jahr und einen Tag später. Anfang der achtziger Jahre kam Ruhe in den Bestand, nur 99 775 kam vom 28. September bis zum 30. November 1981 beim Bw Nossen zum Einsatz. 99 790 wechselte in den Jahren 1983 bis 1989 immerhin siebenmal die Dienststelle. Sie war in Nossen, Oberwiesenthal und Schönfeld-Wiesa im Einsatz. 99 791 wurde am 13.November 1983 ins Raw Görlitz überführt und kam danach zur Est. Freital-Hainsberg. Von dort kehrte sie am 2.April 1986 für zwei Jahre nach Oberwiesenthal zurück, danach leistete sie bis zum 8. Dezember 1988 Lokhilfe in Zittau. 1985 bis 1990 folgten wieder viele Tauschaktionen mit dem Bw Nossen. Wegen akuten Ersatzteilmangels war 99 791 1989 zeitweise mit der Achsfolge 1'1D1' unterwegs. Ersatzteilmangel und Ablauf der Fristen führten dazu, daß zwischen dem 2. und 6.September 1990 keine einzige Neubaulok in Oberwiesenthal mehr betriebsfähig war und für den Zugdienst nur die IV K 99 608 und die Einheitslok 99 734 zur Verfügung standen. Thumer Netz: Das Thumer Netz, seit dem 15. August 1967 wurden nur noch die Strecken nach Meinersdorf und Wilischthal befahren, konnte Ende der sechziger Jahre noch beachtliche Laufleistungen für seine Lokomotiven nachweisen. 99 771 fuhr im Oktober 1969 beachtliche 5733 km. 99 790 gelangte am 19.Juli 1970 nach Oberwiesenthal. Am 28.Mai 1972 erfolgte die Stillegung der Wilischthalbahn zwischen Thum und Wilischthal. 99 778 hatte die Ehre den letzten Personenzug zu befördern. Am 15.November 1972 wurde schließlich mit 99 792 die erste Neubaulok vor einer fälligen Untersuchung abgestellt. Am 31.Mai 1973 verkaufte man sie für 13.000 Mark an die Schuhfabrik "Panther" in Ehrenfriedersdorf, wohin sie nur noch auf der Straße gelangen konnte. Im November 1976 kam sie ebenfalls per Culemeyer-Transport zur ESDA-Strumpffabrik in Auerbach/Erzgeb. Vom 6. bis 10.Mai 1985 wurde sie an Ort und Stelle zerlegt. Am 1. Januar 1973 waren mit 99 774, 99 777, 99 778, 99 785 und 99 787 noch 5 Lokomotiven bei der Einsatzstelle Thum beschäftigt. Seit dem 1.Januar 1974 existiert die Einsatzstelle Thum nicht mehr. Am 28.September 1974 verkehrte der letzte Personenzug zwischen Thum und Meinersdorf. Die meisten Loks wurden an die neue Einsatzstelle Schönfeld-Wiesa abgegeben, von wo sie oft nach kurzer Einsatzzeit weiter gereicht wurden. 99 785 wurde am 26. Februar 1974 nach Oberwiesenthal abgegeben und am 3. November kam 99 787 nach Freital-Hainsberg, so daß nur noch 99 774, 99 778 und 99 780 in Thum beheimatet waren. Am 1. März 1975 wechselte 99 780 nach Schönfeld-Wiesa, 99 778 folgte ihr am 16. desselben Monats. 99 774 war die letzte Lok im Thumer Netz außerhalb der Schönfelder Anschlußbahn. Sie wurde nach Beförderung des Abbauzuges am 6. Dezember 1976 in Meinersdorf abgestellt und aufgrund von Rahmenschäden ausgemustert. Der Betrieb auf der Anschlußbahn der Papierfabrik Schönfeld-Wiesa lief noch bis zum 15. April 1985. Dabei kamen immer wieder andere Loks zum Einsatz, welche meist mit Oberwiesenthal getauscht wurden. 99 771 beförderte schließlich die letzten Übergaben im April 1985 und wurde danach zur Fichtelbergbahn umgesetzt. Radebeul Ost - Radeburg:
In Radebeul besaß man 1970 mit sechs einsatzbereiten Neubauloks genügend Maschinen um den Bedarf von zwei bis drei Loks am Tag abzudecken. Trotzdem erhielt man aus Freital-Hainsberg am 14. Oktober 1970 99 784 zugeteilt. 99 783 kam in den Jahren 1971/72 bedarfsweise in Hainsberg zum Einsatz und 99 776 wurde am 18.April 1971 dorthin abgegeben. Dafür erhielt man am13.Oktober 1971 99 794. Erst 1973 gab es wieder Veränderungen im Bestand, man erhielt am 15. August 99 781 und besaß für ein Jahr den sehr hohen Bestand von acht Lokomotiven (99 772, 99 775, 99 781, 99 783, 99 784, 99 786, 99 793, 99 794). Am 29.August 1974 mußte man 99 775 nach Oberwiesenthal abgeben, da dort wieder einmal Lokmangel herrschte. Bis 1979 änderte sich am Bestand fast nichts mehr, es kam nur zu einem Kurzeinsatz der 99 794 in Hainsberg vom 28.November bis zum 15.Januar 1975. Die Hainsberger 99 773 blieb zwischen zwei Untersuchungen im Zeitraum vom 16.Mai 1976 bis zum 27.März 1979 in Radebeul. Nachdem man am 20. August 1979 die Hainsberger 99 787 erhalten hatte, mußte man 99 786 (30.November 1979), 99 783 (14.Februar 1980) und 99 784 (22.Februar 1981) dorthin abgeben. Dafür erhielt man aber noch im Sommer 1980 99 773 und zwei Jahre später 99 788, so daß wieder sechs Loks zur Verfügung standen. 99 773 mußte am 20.Januar 1983 Radebeul wieder in Richtung Hainsberg verlassen. Zur 100-Jahr-Feier verlieh man 1983 99 787 zur Weißeritztalbahn, erhielt aber dafür leihweise 99 790 aus Oberwiesenthal. Nach 1985 kam es häufig zu kurzzeitigen Wechseln zwischen Radebeul und Freital-Hainsberg. Oft erfolgte der Tausch nach Aufenthalten im Ausbesserungswerk. Ende der achtziger Jahre hoffte man, nach Stillegung der Zittauer Strecke mit den dort frei werdenden Einheitsloks einige Neubauloks mit besonders schlechtem Gesamtzustand ablösen zu können. In Radebeul war 99 778 seit dem 24. April 1988 abgestellt, 99 779 folgte ihr am 1.November desselben Jahres. Am 4. April 1990 mußte auch noch 99 786 abgestellt werden, so daß nur noch 99 786, 99 787 und 99 793 betriebsfähig waren. Freital-Hainsberg - Kurort Kipsdorf:
In Freital-Hainsberg erhielt man am 31.Juni 1971 aus Radebeul 99 776, mußte aber am 15.Juli 99 794 ins Raw Görlitz schicken, von wo sie nach Radebeul gelangte,so daß man in Hainsberg nur noch eine Neubaulok einsetzte. Am 1. Juli 1972 erhielt man 99 772 für knapp ein Jahr aus Radebeul und am 28.November kam noch 99 789 aus Schönfeld-Wiesa. Mit der Abgabe bzw. Ausmusterung dreier Einheitsloks mußte Ersatz in Form von Neubauloks beschafft werden. Am 19. Juni 1973 kam 99 773 aus Oberwiesenthal. Zwei Tage vor Weihnachten 1974 folgte 99 787 aus Thum und am ersten Weihnachtsfeiertag auch noch 99 788 aus Oberwiesenthal. Bereits am 16. Januar 1975 traf auch noch die Radebeuler 99 794 in Freital-Hainsberg ein. Bis zur Abgabe der 99 787 am 6. September 1979 nach Radebeul blieb der Bestand konstant, am 12.Dezember erhielt man dafür 99 786 aus Radebeul. In den achtziger Jahren erfolgten die Tauschaktionen mit der Est. Radebeul Ost. Am 12.Oktober 1988 wurde 99 775 abgestellt, und kehrte erst 1992 in den Betriebsdienst zurück. Der Umbau auf Druckluftbremse erfolgte bei 99 777, 99 780, 99 783 und 99 789 im August 1990. Das Jahr 1990 war aber auch von Bestandsverschiebungen geprägt, so erhielt man am 18. Januar für 2 Monate 99 785 aus Zittau und gab sie am 27 März nach Oberwiesenthal weiter, dafür erhielt man am nächsten Tag 99 794 aus Radebeul Ost. 2 Tage später traf die bereits 1985 abgegebene 99 789 aus Oberwiesenthal ein. 99 790 mußte am 23.April ins Raw Görlitz und gelangte danach zur Est. Radebeul-Ost. 99 793 gab nur ein knapp zweimonatiges Gastspiel vom 27.April bis zum 10.Juni. 99 777 erhielt man am 20.Juni aus Oberwiesenthal, dafür gab man am 5.Juli 99 771 dorthin ab. 99 787 kam als letzter Neuzugang des Jahres am 4. August aus Radebeul Ost. Zittau - Oybin / Jonsdorf:
Putbus - Göhren: Nach Erprobung der Einheitslok 99 735 auf der Rügener Strecke zwischen Putbus und Göhren im Jahr 1977 kam es nicht zu einem planmäßigen Einsatz dieser Baureihe. Stattdessen erhielt die Hainsberger 99 784 im Sommer 1983 die Druckluftbremse Knorr anstelle der Saugluftbremse und der große Turbogenerator wurde durch die kleine 0,5 kW-Lichtmaschine ersetzt. Auch die Kupplung wurde auf Balancier-Bauart mit Mittelpuffer und seitlichen Kuppeleisen umgestellt. 99 784 gilt als nicht besonders gelungenes Exemplar ihrer Baureihe, ihre Abstelltage überwogen meist deutlich gegenüber den Einsatztagen. Auf der Insel Rügen wurde sie in der Sommersaison allerdings dringend gebraucht, im August 1983 legte sie stolze 6552 km zurück. Ab Juli 1984 erhielt sie Unterstützung durch die Oberwiesenthaler 99 782. Allerdings zeichnete sich 99 784 auch auf der Insel durch lange Standzeiten aus. Im Sommer 1991 kam die 99 791 des Bw Nossen, kehrte aber am 17.September desselben Jahres über das Raw Görlitz nach Sachsen zurück. |
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| Neubau 1991 bis 1993:
Anfang der achtziger
Jahre traten an den Neubauloks
immer häufiger Schäden durch Materialermüdung auf.
Besonders
oft galt es, Rahmenrisse zu schweißen und Verwindungen durch
Achslagerführungen
und -gleitplatten auszugleichen. Auch die Zylinderpaßschrauben
wurden
häufig lose oder rissen ab. Dies wurde auf die Auszehrung der
Rahmenbohrungen
zurückgeführt. Starke Abnutzung der Spurkränze
führte
1989 zu Versuchen mit lasergehärteten Spurkränzen, was aber
nach
kurzer Zeit zu Rissen in den Laufflächen führte und deshalb
abgebrochen
wurde. Ende der achtziger Jahre entstanden in der DDR Pläne, die
Schmalspurbahnen
mit Rumänischen Dieselloks auszurüsten. Auch sollten die von
der stillzulegenden Zittauer Strecke freiwerdenden Altbauloks einige
Neubauloks
mit Feuerbüchsschäden ersetzten. Beide Pläne zerschlugen
sich mit der politischen Wende 1989/90, da aber noch Güterverkehr
bestand und die Zahlen im Personenverkehr wieder anstiegen entschied
man
sich, alle Neubauloks mit neuen Kesseln auszurüsten. Die Kessel
wurden
im Raw Meiningen nach Zeichnungen des zweiten Baulos gebaut, enthielten
aber einige kleine Änderungen. So wurden z.B. die Queranker mit
Untersätzen
versehen und nicht mehr direkt in die Stehkesselrundung
eingeschweißt.
Erst während des Kesselneubaus fiel die Entscheidung, auch neue
Rahmen
herzustellen. Diese wurden ebenfalls nach den alten Zeichnungen
gefertigt,
allerdings wurden die Schweißnähte in bedeutend besserer
Qualität
ausgeführt, so daß man auf eine noch lange Einsatzzeit
hoffen
darf. 99 793 erhielt neu konstruierte Achsgabelstege ohne Innenklauen.
Sie kamen ohne die vorher benötigten acht Paßflächen
aus
und mußten bei Verformung des Rahmens nur festgezogen werden um
wieder
an den Führungsflächen anzuliegen. Insgesamt wurden
schließlich
doch nur 14 Lokomotiven neu gebaut, da doch abzusehen war, daß
der
Bedarf an Schmalspurloks deutlich zurückgehen würde. Von den
alten Loks wurden in den meisten Fällen Führerhaus,
Radsätze
und zum Teil Vorratsbehälter wieder verwendet. Von der alten 99
779
blieb fast nichts übrig, auch Führerhaus und Radsätze
wurden
verschrottet.
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Umzeichnung 1992:
Zustand, nach einer Zwischenuntersuchung
traten bald wieder mehrere
Rahmenrisse auf und seit 17.Juli 1994 ist sie in Oberwiesenthal
abgestellt
und wird als Ersatzteilspender genutzt. 99 777 wurde nach
15-jähriger
Dienstzeit auf der Fichtelbergbahn am 10.April 1990 nach
Freital-Hainsberg
umbeheimatet. Nach einer Neubereifung im DLW Meiningen absolvierte die
Lok am 22. November 2002 ihren ersten Einsatz auf der Radebeuler
Strecke, wo sie vorerst bleiben wird. Mittlerweile steht die Lok mit
abgelaufener Frist in Radebeul abgestellt (letzte HU Mei. 5.10.2000).
Die seit dem 12.August
1986 in Radebeul beheimatete 99 778 wurde nach ihrem Neuaufbau ab dem
4.Februar
1992 für 5 Monate der Est. Oberwiesenthal zugewiesen, doch besitzt
sie Saugluftbremse und deshalb erfolgte die Rückgabe nach Radebeul
am 17.Juli 1992. Als Ersatz für die abgestellte Bauzuglok 99 586,
wurde sie nochmals ab dem 12.April 1993 in Oberwiesenthal stationiert,
doch bereits am 11.Januar 1994 kehrte sie nach Radebeul zurück.
Zum 12.September 2000 erhielt sie ihre vorerst letzte HU in Meiningen.
Sie steht heute ebenfalls mangels Bedarf in der Est. Radebeul
abgestellt. Die Lok besitzt noch Saugluftbremse.
wo sie bis zum 20.Juli 2001 im Plandienst
stand. Nach der Rückkehr aus dem Raw Meiningen am 2.September 2000
wurde die Maschine konserviert abgestellt, da die Mittel für ihren
Betrieb und die Unterhaltung von DB Regio "eingespart" wurden! Am
20.Oktober musste die Lok allerdings wieder in Betrieb genommen werden,
da nur noch 99 775 und 99 779 betriebsfähig waren und
Schienenersatzverkehr drohte. Am 20.7.01 erfolgte nach der Leistung RB
27801 die völlig überstürzte Abstellung der Maschine
nachdem bei der BRG die Nachricht einging, daß die Lok von DB
Regio an die Öchsle-Bahngesellschaft verkauft wurde. Der
Abtransport verzögerte sich noch bis zum 2. August, bei der
Verladung entgleiste die Maschine außerdem und die
Bahnräumer wurden beschädigt. In Baden-Württemberg
wurden noch vor der ersten Probefahrt die alten Reichsbahnlampen gegen
Bundesbahnlampen getauscht sowie die Lok mit der fiktiven Nummer 99
1773 ausgerüstet. Inzwischen wurde die Maschine durch einen
Druckluftbehälter unter der Rauchkammer optisch stark zu ihrem
Nachteil verändert und auf den Namen "Berta" getauft. Zu einem
ersten Einsatz kommt es vermutlich im Jahr 2003. Durch den Verkauf ist
der Umbau des Radebeuler Fahrzeugparkes auf Druckluftbremse dringend
notwendig geworden. 99 789 kam am 14.Januar 1990 von
Radebeul nach Hainsberg. Auch bei dieser Maschine kursierten
Gerüchte über einen Verkauf seitens DB Regio. Bis Dezember
2001 erhielt die Lok im DLW Meiningen eine Hauptuntersuchung und wurde
danach zur Einsatzstelle Radebeul Ost umstationiert, wo sie 99 788
ersetzt. Da sie Druckluftbremse besitzt, wurden auch mehrere Wagen von
Hainsberg nach Radebeul umgesetzt. Der erste Einsatz erfolgte am
29.Januar 2002. Im August 2002 weilt die Lok schon wieder in Meiningen,
diesmal zur Neubereifung. Nach Fristablauf Ende 2005 wurde die Maschine
zur Befundung nach Oberwiesenthal gebracht wo über eine erneute
Hauptuntersuchung entschieden werden soll, das Fahrwerk ist stark
verschlissen. 99 790 wurde am 19.Mai 1990 von
Freital-Hainsberg nach Radebeul umgesetzt. Dort beförderte sie am
31.Mai 1991 den letzten Güterzug nach Radeburg. Am 10. April 1994
wurde sie mit Fristablauf abgestellt. Dann stand sie bis Juli 1999
abgestellt
neben dem Heizhaus Freital-Hainsberg. Durch Hainsberger Personal wurde
sie während der Streckenbauarbeiten wieder komplettiert und
äußerlich
in einen hervoragenden Zustand versetzt und schmückt heute mit
einem
kleinen Güterzug das Bahnhofsgelände. 99 791 beförderte
am 25.September 1991 den ersten druckluftgebremsten Zug nach
Oberwiesenthal.
Allerdings war die Lok in einem relativ schlechten Gesamtzustand, so
daß
sie bereits am 2. Oktober des Jahres als Reservelok abgestellt wurde.
Daraufhin
erhielt sie zum Jahresanfang 1992 eine L5, bevor am 8.Dezember 1992 die
Kesselfrist ablief. Daraufhin kam die Maschine im Januar 1993 nach
Radebeul,
wo sich der Traditionsbahnverein um eine Übernahme bemühte,
welche
allerdings erst im Juni 2000! gelang. 99 793 gehörte seit 1969 zur
Est. Radebeul und wurde am 24.Januar 1990 für knapp 5 Monate nach
Hainsberg verliehen. Am 9.Mai 1993 wurde sie nach Zittau gebracht, um
dort
die letzten saugluftgebremsten Züge zu fahren, ihre
Rückführung
nach Radebeul erfolgte am 15.März 1994, wo sie auch heute noch
unterwegs
ist. Nach einer Hauptuntersuchung mit Umbau auf Druckluftbremse ist die
Lok seit dem 30. Juli 2002 wieder in Radebeul im Einsatz. Im November
2003 ist der Zustand ihres Laufwerkes allerdings nicht mehr der Beste,
so daß sie nur im Notfall eingesetzt wird. 99 794 gehörte
vor 1989 ebenfalls zur Einsatzstelle Radebeul,
dann kam sie im April 1989 für ca. ein Jahr nach Hainsberg. Ihre
weitere
Einsatzzeit in Radebeul dauerte bis zum 9.April 1992 dann kam sie,
inzwischen
mit Druckluftbremse ausgerüstet, nach Oberwiesenthal, wo sie heute
für die BVO Züge befördert. |
| Technische Veränderungen:
Zwischen 1963 und 1965 erhielten alle Lokomotiven Trofimowschieber. Zur selben Zeit erfolgte auch der Einbau der Radreifenschmiervorrichtung Bauart "Heyder". Die Spurkränze der 2. und 4. Kuppelachse wurden um 10 mm geschwächt, nachdem Kurvenlauf und Spurkranzverschleiß sehr auffällig waren. Ab 1971 wurden die Zylindersicherheitsventile ausgebaut. Der Schlammsammler am Kesselbauch wurde zwischen 1965 und 67 ausgebaut, nachdem die innere Kesselwasseraufbereitung eingeführt wurde. weiteres siehe "technische Details"
Umbau auf Ölfeuerung bei 99 787:
Der Umbau auf Ölfeuerung ist bereits bei den Einheitsloks beschrieben wurden. Der Ölbunker der Neubaulok fasst statt 1900 l der Einheitslok nun 2900 l. Aufgrund der wesentlich größeren Strahlungsheizfläche ließ sich die Neubaulok wesentlich schneller hochheizen als die Einheitsloks. Allerdings gab es bei den Versuchsfahrten vom 17. bis 19. Mai 1994 einige Probleme da der Brenner unregelmäßig arbeitete und falsch eingestellt war. Auch der technische Zustand der Lok ließ schon deutlich zu wünschen übrig. Ein durch die größere Strahlungsheizfläche zu erwartender niedrigerer Brennstoffverbrauch gegenüber den Einheitsloks ist nicht nachweisbar, da die Lok keinen Speisewasservorwärmer besitzt. Bei der SOEG ist die Lok bis zum Jahr 24.Februar 2001 als letzte Öllok in Betrieb. Die Unterhaltung der Neubauloks erfolgte bis 1996/97 ausschließlich im Raw Görlitz, seitdem ist das Aw Meiningen verantwortlich. |
| Technische Daten der Baureihe 99.77-79 |